
Gastbeitrag in der Medical Tribune: Warum wirksame Führung gute Medizin erst möglich macht
Gute Medizin braucht wirksame Führung
Medizinische Fachkompetenz ist die Eintrittskarte. Aber was eine Arztpraxis langfristig trägt oder still zermürbt, ist etwas anderes: die Qualität der Führung.
Das ist die Kernthese meines Gastbeitrags, der am 24. Oktober 2025 in der Medical Tribune Schweizer Edition erschienen ist, einem Medium, in dem zu publizieren mich aufrichtig freut. Und sie ist nicht theoretisch gemeint.
Was mich zu diesem Thema geführt hat
In meiner Arbeit mit Führungskräften und Organisationen im Gesundheitswesen begegne ich einem Muster, das sich hartnäckig hält: Praxisinhaberinnen und Praxisinhaber werden für ihre medizinische Exzellenz ausgebildet, nicht dafür, ein Team zu führen, Erwartungen zu kommunizieren oder Verantwortung bewusst zu delegieren. Führung entsteht dann nicht durch Entscheid, sondern durch Umstand.
Das Ergebnis kenne ich aus vielen Gesprächen: überlastete Inhabende, frustrierte Mitarbeitende, stille Fluktuation. Und am Ende leidet die Versorgungsqualität, die eigentlich im Zentrum stehen sollte.
Genau deshalb war es mir wichtig, dieses Thema in einem Medium zu platzieren, das direkt von Ärztinnen und Ärzten gelesen wird.
Was der Artikel zeigt
Im Beitrag für die Medical Tribune beschreibe ich, welche Führungshebel in der Praxisrealität tatsächlich wirken: von bewusster Delegation und klaren Erwartungen über strukturierte Kommunikation bis hin zur Frage, was eine Praxisleitung durch ihre Haltung täglich vorlebt, bewusst oder unbewusst.
Ein Punkt liegt mir dabei besonders am Herzen: Selbstführung. Wer als Führungsperson keine eigene Stabilität hat, kann kein stabiles Umfeld schaffen. Das gilt im Behandlungszimmer genauso wie im Teambesprechungsraum.
Wirksame Führung ist kein Luxus für grosse Spitäler. Sie ist die unsichtbare Infrastruktur, auf der gute Medizin aufbaut, in jeder Praxis, unabhängig von Grösse oder Fachrichtung.
Der Zusammenhang, der mich antreibt
Führung und Patientenorientierung sind keine getrennten Themen. Sie bedingen einander. Ein Team, das sich nicht gehört fühlt, keinen Handlungsspielraum hat und keine gemeinsame Richtung kennt, kann nicht konsequent im Sinne der Patientin oder des Patienten handeln, auch wenn der fachliche Wille vorhanden ist.
Dieser Gedanke zieht sich durch meine gesamte Arbeit und ist auch das Fundament meines Buches Patients First, in dem ich beschreibe, wie Gesundheitsorganisationen Patientenorientierung nicht als Haltung deklarieren, sondern als Führungsaufgabe verankern.
Den vollständigen Gastbeitrag lesen Sie in der Medical Tribune Schweizer Edition vom 24. Oktober 2025 oder über diesen LINK ↑.
Wenn Sie das Thema Führung in Ihrer Praxis oder Organisation weiterentwickeln möchten, freue ich mich über den Austausch.
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